Andreas Dresen: Glücks Spiel Gebundenes Buch – 23. September 2013 Hans-Dieter Schütt be.bra verlag 3898091058 Film

5 Kundenbewertungen
Verkauf
€11.86

+



Pressestimmen

Offenheit & Einblick in eigene Unsicherheiten ist der Gewinn dieses Buches... (FF dabei)
Offenherzig, schnörkellos und realistisch. (Freies Wort/Meininger Tageblatt)
Ein großer Junge, der offenherzig über sein Leben & Werk erzählt. (Freies Wort/Meininger Tageblatt)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hans-Dieter Schütt, geboren 1948 in Ohrdruf, lebt als Publizist in Berlin. Bis 2012 war er Feuilletonredakteur der Tageszeitung 'neues deutschland'. Er veröffentlichte Essays ('Doppelt leben', 'Glücklich beschädigt'), schrieb Biografien über Regine Hildebrandt und Kurt Böwe. Zu seinen zahlreichen Interviewbüchern gehören Gespräche mit Friedrich Schorlemmer, Inge Keller, Klaus Löwitsch, Reinhold Messner, Frank Castorf, Gerhard Gundermann, Ursula Karusseit und Alfred Hrdlicka.


Kundenbewertungen(5)

Bewertung schreiben
carie150
19. Oktober 2013
Wu00e4hrenddessen ich das Buch an zwei Abenden/ Nu00e4chten durchlas, kam mir ein Karl Foerster-Zitat in Erinnerung: u201eWer Tru00e4ume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer tru00e4umen als andereu201c. Das Buch gibt beeindruckend Einblick und Auskunft in und u00fcber Andreas Dresen, der in seinen Filmen aber auch als Person durch (zwischen)menschliche Tu00f6ne Klang erzeugt. Schlicht und ergreifend. Gut. Und das inmitten eines Kulturbetriebes, dessen Protagonisten oft exaltiert, egozentrisch marktkonform die Rampensau mimen. Wer sich nicht dem Mainstream anwanzt, sollte sich gefu00e4lligst skandaltru00e4chtig in Szene setzen, so die Devise vieler Akteure. All diesen vermeintlich unersetzlichen u00d6dlingen will man zurufen: Hey steckt mal einen Finger in euer Champagnerglas, aber wundert euch nicht, wenn kein Loch zuru00fcckbleibt, wenn ihr ihn wieder rauszieht!
u00dcber den Filmemacher sind Unmengen Lobeshymnen gesungen worden, die Kritiker kritisieren ihn wenig, viele heben ihn sogar auf den Olymp, auf dem er sich wahrscheinlich scheu umsehen wu00fcrde und sich verloren vorku00e4me. Zahlreiche seiner Filme waren Erfolge, vermutlich dennoch nicht die grou00dfen Wert schu00f6pfenden Blockbuster. Wer in Dresens u201eHalt auf freier Streckeu201c gebannt in der Kino-Hu00f6hle (bzw. u2013Hu00f6lle) gesessen hat und im Publikum die vielen netzhu00e4utigen Feuchtgebiete sah, weiu00df um die Kraft vom Grou00dfen Kino. Selten hallte ein Film so nach wie dieser. Dieses Gespu00fcr fu00fcr Themen aus dem Alltag, Charaktere, die einem bekannt vorkommen, das Crescendo in der Dramaturgie und all das gepaart mit einer Einfachheit, nu00f6tigt hu00f6chsten Respekt ab.
Das Buch ist voll von Klugsinn, zitablen Passagen, ru00fchrenden Momenten, nicht zuletzt auch dem Interviewer geschuldet, der es versteht, keinen Sand ins Gedankengetriebe seines Gespru00e4chspartners zu streuen, vielmehr lu00e4dt er mit seinen Fragen geschickt u201eSchu00fctt-Gutu201c ab, aus dem offenherzige, gescheite Antworten entstehen: u201eIch verstand die Welt nicht mehr. Aber wenn man die Welt nicht mehr versteht u2013 manchmal ist sie da am schu00f6nsten.u201c Die u00c4uu00dferung ist bu00fcbischer Schalck und Weisheit gleichermau00dfen. Es ist ein Parlieren auf hohem Niveau, das wohltuend unakademisch wirkt. Dresen ist sehr beredt, ernsthaft, heiter, erzu00e4hlt vom Weinen und Lachen, der Leser empfindet ihn ganz ohne Allu00fcren, in sympathischer Bescheidenheit, obwohl ihm sicher die roten Teppiche vorausrollen und die Schulterklopfer auf den Pelz ru00fccken. Zweifelsfrei ein interessanter Bursche, auch ein grou00dfartiges Buch.
Der Mensch und Regisseur Dresen scheint wirklich hellwach beim tiefen Tru00e4umen zu sein!
Randnotiz
28. Oktober 2013
... so lu00e4sst sich das Buch in kurzen Worten umschreiben, an manchen Stellen vielleicht ein wenig zu nett... Ja, man erfu00e4hrt viel u00fcber die Gedankenwelt des Andreas Dresen. So viel, dass man sich wu00fcnscht man ku00f6nnte an der ein oder anderen Stelle eine persu00f6nliche Bemerkung an ihn loswerden, z.B. dass Familienleben auch eine gewisse Fremdbestimmtheit mit sich bringt und dass das fu00fcr wahrhaftige Menschen oft nicht durchzuhalten ist...

Nun ja, und dann hat er in seinem Leben auch eine gehu00f6rige Portion Glu00fcck gehabt, schon zu Zeiten der DDR als die Stasi Probleme gemacht hat. Vor allem aber als es darum ging sich im Filmgeschu00e4ft zu etablieren, und auch, sich im (Berufs-) Leben mit den Menschen zu umgeben und zu arbeiten die er mag. Wem auf dieser Welt ist das vergu00f6nnt? Vor dem Hintergrund ist es verstu00e4ndlich dass er sich
Paula Holunder
20. Mai 2014
Einer meiner Lieblingsautoren, Hans-Dieter Schu00fctt, den ich durch seine wunderbar wortgewandten Beitru00e4ge aus dem ND kenne und schu00e4tze und einer meiner Lieblingsfilmmacher, Andreas Dresen, dessen Themen und Charaktern ich mich sehr nah fu00fchle, dessen bescheidene und natu00fcrliche Art ich sehr mag und dessen Filme ich liebe - zwei Grosse Mu00e4nner in einem Buch....was fu00fcr ein Genuss, was will man mehr erwarten von Lesevergnu00fcgen :) ! Egal wo man das Buch aufschlu00e4gt, es ist nie langweilig oder eitel - eine schu00f6ne Mu00f6glichkeit fu00fcr alle Dresen-Fans, ihrem
Leseratte
23. Mai 2014
Andreas Dresen ist eine sehr intelligenter und sensibler Kopf. Ich habe mir angeregt durch die Lektu00fcre
einige seiner Filme nochmals angesehen.
Leider erzu00e4hlt er rechr weig u00fcber seinen Vater, bei dem er, wie ich nicht wuu00dfte, kaum zusammen
gelebt hat.
G. S.
28. Januar 2014
Muss man Dresens Filme kennen oder mu00f6gen, um das Buch zu verstehen? Es hilft, aber es ist nicht nu00f6tig. In den Antworten auf die (von Schu00fctt gelegentlich leicht verquast formulierten) Fragen zeigt sich ein bescheidener, kluger Mensch, der u00fcber sich, seine ku00fcnstlerische Tu00e4tigkeit und die Welt nachdenkt. Dabei formuliert Andreas Dresen immer wieder Gedanken, die von hoher Allgemeingu00fcltigkeit sind. Kostprobe gefu00e4llig?