Dietrich & Riefenstahl: Die Geschichte zweier Jahrhundertfrauen Taschenbuch – 1. April 2014 Karin Wieland dtv Verlagsgesellschaft 3423347899 Marlene

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Pressestimmen

»Beiden Frauen hat Karin Wieland eine ebenso kritische wie großartige Doppelbiografie gewidmet, die nichts weniger als ein Muster des Genres ist.«
Johannes Willms, Süddeutsche Zeitung 8.4.2014
»Beiden Frauen hat Karin Wieland eine ebenso kritische wie großartige Doppelbiografie gewidmet, die nichts weniger als ein Muster des Genres ist.«
Johannes Willms, Süddeutsche Zeitung 08.04.2014
»Trotz einer Überfülle an Informationen ist das Buch flüssig geschrieben und liest sich sehr gut. Eine Bereicherung frauenbiographischer Literatur!«
Prof. Dr. Dieter Schmidmaier, Fachbuchjournal Oktober 2015

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Karin Wieland studierte Politische Wissenschaften mit Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Freien Universität Berlin. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.


Kundenbewertungen(4)

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Nicola Clarissa Gehring
7. Dezember 2015
Wenn man sich dafu00fcr interessiert, liest es sich ziehmlich zu00fcgig. Gute Nebeneinanderstellung ohne wirklich zu bewerten. Im Einzelnen gesehen sind beide Frauen einen harten Weg gegangen und haben sich durch ihre starken Persu00f6nlichkeiten durchs Leben geku00e4mpft; bis zum Schluu00df!
Man muu00df nicht unbedingt Fan sein und dennoch ist es sehr beeindruckend und aufschluu00dfreich!
Amazon Kunde
21. Mai 2016
Das Buch ist sehr gut recherchiert, verstu00e4ndlich und packend geschrieben. Man erhu00e4lt gute Einblicke in das Leben der beiden Starletts, den Zwu00e4ngen denen sie ausgesetzt waren und der Raffinesse mit der sie die Hu00fcrden nahmen. Dabei werden sie weder glorifiziert noch demontiert. Beide Damen hatten Glu00fcck und Talent, harte Arbeit und wenig Skrupel gehu00f6rten jedoch ebenso zu ihrem Werdegang.
Matthew77
25. Juni 2015
Die Lektu00fcre dieses Buches hat mich unheimlich gut unterhalten, und ich hatte es in Rekordzeit durchgelesen. Detailliert und informativ werden die Lebenslu00e4ufe der beiden Frauen durchgegangen, wobei es sich in dem Buch im Prinzip um zwei einzelne Biographien in einem Werk handelt, da es keine grou00dfen Verknu00fcpfungspunkte in den Biographien von Dietrich und Riefenstahl gibt. Der Teil u00fcber Marlene Dietrich ist etwas ausfu00fchrlicher und detaillierter, da es von ihr ein zugu00e4ngliches Archiv mit persu00f6nlichen Korrespondenzen gibt, wu00e4hrend so etwas fu00fcr Leni Riefenstahl nicht existiert. Die Abschnitte u00fcber die Dietrich haben mir daher noch etwas besser gefallen, wu00e4hrend die Kapitel u00fcber Riefenstahl manchmal nur schwer zu ertragen waren. Dies liegt allerdings nicht an der Autorin, sondern schlicht und einfach an der ungeheuren Egozentrikerin Riefenstahl, die bis zum Ende ihres langen Lebens keine Einsicht zeigte und gelogen hat, wie es ihr in den Kram passte. So wird auch durchaus nachvollziehbar, dass es sich bei Riefenstahl nicht unbedingt um eine glu00fchende Nationalsozialistin gehandelt hat, sondern dass sie eine extreme Egozentrikerin, Narzisstin und Opportunistin war, die immer die Handlung vollzogen hat, die ihr aktuell am meisten Nutzen einbrachte. Und das war zwischendurch eben das Anbandeln an Hitler und seine Brut. Unheimlich interessant wu00e4re es zu erfahren gewesen, ob Riefenstahl ihre Lu00fcgen wirklich geglaubt hat oder ob sie nur taktisches Kalku00fcl waren. Dass dies nicht bekannt wird, kann man natu00fcrlich nicht der Autorin vorwerfen. Wo es keine Informationen gibt, gibt es eben keine Informationen.
Im Nachwort des Buches schreibt die Autorin, dass die Biographien der beiden u201eAusnahmefrauenu201c in die Geschichte der Frauen im 20. Jahrhundert eingebettet werden sollen (ich hoffe, ich gebe das gerade inhaltlich einigermau00dfen richtig wieder). Dieser, u00fcber die reinen Biographien hinausgehende wissenschaftliche Ansatz, trifft meiner Meinung nach nur bedingt zu. In den 20er-Jahren wird gut deutlich, dass das neue Frauenbild in der Weimarer Republik (und vor allem in Berlin) die selbstu00e4ndige (wenn auch nicht von Mu00e4nnern unabhu00e4ngige) Karriereentwicklung der beiden Frauen erst mu00f6glich macht. Nach dieser Zeit sind aber die Charaktere von Dietrich und Riefenstahl schon viel zu speziell, um sie als Beispiel fu00fcr allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen heran zu ziehen. Was man aber lernt: Vielleicht muss man so egozentrisch sein, um eine Karriere dieser Art zu machen. Oder aber die Egozentrik entwickelt sich mit der Karriere.
Eine Kritik noch: Es gibt im Buch nur sehr wenige Fotos. Hu00e4ufig werden sogar Fotos im Text beschrieben ohne selbst abgedruckt zu werden. Und wenn Fotos abgedruckt werden, dann hu00e4ufig in Passagen, die zeitlich gerade gar nicht zum Foto passen. Auu00dferdem zeigen die Fotos dann vor allem die beiden Hauptprotagonistinnen, wu00e4hrend die Menschen, die ihr Leben begleiten (und die im Text auch sehr lebendig dargestellt werden) im Bild fast gar nicht vorkommen.
Aber auch wenn ein paar Dinge nicht so positiv waren: Das Buch hat mir so viel Spau00df gemacht, dass ich einfach 5 Punkte vergeben muss!
Marleni
23. Mai 2015
... auch so hu00e4tte der Titel lauten ku00f6nnen. Die Fakten sind gru00f6u00dftenteils gut recherchiert und u00fcber Riefenstahl erfu00e4hrt man einiges, was sonst schwer irgendwo nachzulesen ist. Was mich aber schon nach den ersten Seiten u00fcber Riefenstahl gestu00f6rt, und am Ende extrem genervt hat, ist, dass Wieland kein einziges gutes Haar an ihr lu00e4sst. Man mag u00fcber Riefenstahl und ihre Betu00e4tigung im Dritten Reich denken was man will, aber ich hu00e4tte mir dennoch mehr Sachlichkeit von Wieland erwartet. Sie zieht die Regisseurin am laufenden Band durch den Kakao und unterstellt ihr bei jedem Schritt die u00fcbelsten Motive. Sie ist sicher eine streitbare Person und mag wenig schmeichelhafte Eigenschaften gehabt haben, aber in diesem Buch wird sie durchweg als ein gru00e4ssliches, egozentrisches Weibsbild hingestellt und im Zweifel gilt immer das, was andere (Schlechtes) u00fcber sie gesagt haben. Fu00fcr mich leidet dadurch die Glaubhaftigkeit dieser Biografie extrem, da bei mir der Eindruck entstanden ist, dass Wieland einfach nur mu00f6glichst viel